Übung und Sicherheit bei kaltem Wetter – Warnschilder

Winterwetter bedeutet, dass Sie besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen müssen, wenn Sie draußen trainieren. Kälteeinwirkung kann Aktivitäten im Freien unangenehm oder sogar gefährlich für jeden machen, der nicht auf extremes Wetter vorbereitet ist. Es ist wichtig, sich der frühen Warnzeichen und Symptome von Kälteeinwirkung bewusst zu sein und zu wissen, wie man Probleme verhindern kann.

Frösteln

Zittern ist in der Regel das erste Anzeichen von Kälteeinwirkung. Da der Körper versucht, seine eigene Wärme zu erzeugen, kommt es zu unkontrollierten Muskelkontraktionen. Zittern sollte Ihre erste Warnung sein, um Schutz zu suchen und Ihre Kerntemperatur zu erwärmen.

Die beiden gefährlichsten Zustände, die durch Kälteeinwirkung entstehen können, sind Erfrierungen und Unterkühlung.

Erfrierungen

Erfrierungen beschreiben das Erfrieren der oberflächlichen Hautschicht und des darunter liegenden Gewebes von Gesicht, Ohren, Fingern und Zehen.

Zu den Anzeichen und Symptomen von Erfrierungen gehören.

  • Schmerzen
  • Brennen
  • Taubheitsgefühl
  • Kribbeln
  • Die Haut wird hart und weiß
  • Die Haut beginnt sich zu schälen oder Blasen zu bilden
  • Die Haut beginnt zu jucken
  • Die Haut wird fest, glänzend und grau-gelb

Zu ergreifende Maßnahmen

Um einem Erfrierungsopfer zu helfen, bringen Sie die Person an einen warmen, trockenen Ort und entfernen Sie einschnürende Kleidung. Heben Sie die betroffenen Stellen an und legen Sie warme, feuchte Kompressen auf diese Stellen. Reiben Sie die erfrorenen Stellen nicht und wenden Sie keine direkte Wärme an.

Unterkühlung

Unterkühlung ist eine schwerwiegendere Reaktion auf Kälteeinwirkung, die als ein Absinken der Körperkerntemperatur von 37° C (98,6° F) auf 35° C (95° F) definiert ist.

Zu den Anzeichen und Symptomen einer Unterkühlung gehören.

  • Schüttelfrost
  • Kältegefühl, Gänsehaut, Verwirrung, Taubheit
  • Starkes Frösteln, mangelnde Koordination, Trägheit
  • Starkes Frösteln, Schwierigkeiten beim Sprechen, geistige Verwirrung, Stolpern, Depression
  • Muskelversteifung, undeutliche Sprache und Sehstörungen
  • Bewusstlosigkeit

Bei den ersten Anzeichen von Unterkühlung bringen Sie die Person an einen trockenen, warmen Ort oder wärmen Sie sie mit Decken, zusätzlicher trockener Kleidung oder Ihrer eigenen Körperwärme.

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Prävention von Unterkühlung

Die erste Verteidigungslinie gegen Kälteeinwirkung ist das Anziehen von Schichten, die für die Bedingungen geeignet sind. Zu den Schichten sollte eine Kombination von Kleidungsstücken (Unter-, Mittel- und Oberbekleidung) gehören, die Ihre Temperatur regulieren und Sie warm und trocken halten. Weitere Faktoren, die Ihre Fähigkeit, mit kalten Temperaturen umzugehen, negativ beeinflussen können, sind unzureichende Flüssigkeitszufuhr und Ernährung im Winter, Dehydrierung, Alkoholkonsum, bestimmte Medikamente und Gesundheitszustände wie Diabetes und Herzkrankheiten, die die Fähigkeit einer Person, sich bei Kälte im Freien zu bewegen, erheblich beeinträchtigen können.

Essen Sie für das Wintertraining: Was Sie vor dem Training bei kaltem Wetter essen, kann Ihnen helfen, ernsthafte kältebedingte Probleme zu vermeiden. Planen Sie im Voraus und packen Sie die richtigen Snacks für anhaltende Energie in der Kälte ein.

Vermeiden Sie Alkohol: Alkohol erweitert die Blutgefäße und erhöht den Wärmeverlust, so dass die Wahrscheinlichkeit eines unterkühlten Ereignisses steigt.

Alkohol kann auch das Urteilsvermögen so weit beeinträchtigen, dass Sie in einer Notsituation bei kaltem Wetter möglicherweise nicht die besten oder klügsten Entscheidungen treffen. Am besten lassen Sie den Alkohol hinter sich, wenn Sie sich in die Kälte begeben.

Wie Sie bei kaltem Wetter sicher trainieren

Um Ihren Komfort und Ihre Sicherheit beim Training in der Kälte zu verbessern, empfiehlt das American College of Sports Medicine die folgenden Tipps.

Bekleidungsschichten: Mehrere dünne Schichten sind wärmer als eine schwere Schicht. Schichten lassen sich auch leichter hinzufügen oder entfernen und regulieren so besser Ihre Kerntemperatur. Das Ziel ist es, den Körper warm zu halten und das Schwitzen zu minimieren und Frösteln zu vermeiden.

Bedecken Sie Ihren Kopf: Ihr Kopf sollte während des Trainings in der Kälte bedeckt sein, da der Wärmeverlust von Kopf und Hals bis zu 50 Prozent des gesamten Wärmeverlustes Ihres Körpers ausmachen kann.

Bedecken Sie Ihren Mund: Um die Luft zu erwärmen, bevor Sie sie einatmen, verwenden Sie einen Schal oder eine Maske. Tun Sie dies vor allem, wenn das Einatmen kalter Luft Angina (Brustschmerzen) verursacht oder Sie zu Problemen der oberen Atemwege neigen.

Bleiben Sie trocken: Nasse, feuchte Kleidung, sei es durch Schwitzen oder Niederschlag, erhöht den Verlust von Körperwärme erheblich.

Halten Sie Ihre Füße warm und trocken: Verwenden Sie einen Stoff, der den Schweiß von der Haut wegleitet. Polypropylen, Wolle oder andere Stoffe, die Feuchtigkeit von der Haut wegleiten und isolierende Eigenschaften behalten, halten den Körper warm, wenn er nass ist.

Bleiben Sie hydriert: Dehydrierung beeinträchtigt die Fähigkeit des Körpers, die Körperwärme zu regulieren, und erhöht das Risiko von Erfrierungen. Flüssigkeit, insbesondere Wasser, ist bei kaltem Wetter genauso wichtig wie bei Hitze. Vermeiden Sie den Konsum von Alkohol oder koffeinhaltigen Getränken, da diese Produkte dehydrieren.

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Artikel-Quellen
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